Es geht weiter. Es muss weitergehen! Nach dem dritten Wechselpunkt in Teltow sind es ja „nur“ noch 58 Kilometer bis ins Ziel im Jahn-Sportpark. Und die zweite gute Nachricht: Von nun an ist die Strecke eigentlich fast nur noch flach, mit Ausnahme der Bordsteinkanten. Drei Kilometer am Teltow-Kanal entlang, dann knickt der Mauerweg Richtung Kirschbaum-Allee ab (km 107). Rund eintausend japanische Kirschbäume säumen hier die Strecke, bei Tage und bei voller Blüte ein wunderbares Naturschauspiel! In Japan spendeten gleich nach dem Fall der Mauer viele Menschen Geld, um diese Bäume als Symbole der Vergänglichkeit und Zusammengehörigkeit in Teltow zu pflanzen. Das alljährliche Kirschblütenfest ist ein Höhepunkt im Kalender der Stadt Teltow.

Kurz nach den Kirschbäumen geht´s zum Verpflegungspunkt des Polizei-Sportvereins Lichtenrade an der Osdorfer Straße, der schon beim ersten Mauerweglauf 2011 dabei war Foto1und nicht mehr wegzudenken ist. Der Mauerweg ist ab hier relativ schmal und umrankt von zahlreichen Bäumen und Hecken. Links ist Berlin, rechts die Äcker und Wiesen Brandenburgs. Mit dieser Orientierungshilfe fällt ein Verlaufen eigentlich schwer. Doch Vorsicht an der Marienfelder Allee, die bei Kilometer 112 plötzlich auftaucht. Viel Verkehr auf dieser breiten Ausfallstraße, auch am Abend und in der Nacht! Unbedingt den Ampelübergang benutzen! Die Straßenverkehrsordnung gilt natürlich auch auf allen anderen Straßen, die beim Mauerweglauf zu queren sind.

Einem Politikum begegnen wir wenige hundert Meter nach dem Verpflegungspunkt 19. Die S-Bahn-Linie nach Blankenfelde sorgt für eine unerwartete Barriere, die die Teilnehmer umlaufen müssen. Alle noch so gut gemeinten Versuche von Politikern (u.a. vom Mauerweg-Initiator Michael Cramer) und Anwohnern, die Gleise zu untertunneln, schlugen fehl. Also geht´s
schildüber ungemütliches Kopfsteinpflaster parallel zu den Schienen bis zu einem Bahnübergang, dann wieder auf der anderen Seite zurück. Es könnte auch einfacher gehen… Dass es woanders mit Tunnels gut funktioniert, beweist die Unterführung am Kirchhainer Damm. Kurz davor (km 119,8) erwartet der Verpflegungspunkt der Familie Blisse die laufenden Helden. Oberirdisch befand sich bis zur Wende übrigens die Grenzübergangsstelle Mahlow. Ein Übergang speziell für die Laster mit Müll aus dem Westen, um diesen auf der Ost-Deponie zu entsorgen.

Wald