Manchmal ist es für Sportler aus dem Ausland schwierig, sich bei einer Veranstaltung, bei der man bisher vielleicht noch nie am Start war, zurecht zu finden.

Die Botschafter der Mauerweglaufs wollen hier Hilfestellung leisten. Sie sind die Ansprechpartner und Repräsentanten in ihrem Heimatland, aber auch für den Veranstalter wichtige Impulsgeber für Kritik und Verbesserungsvorschläge.

Freunde der 100MeilenBerlin, die den Lauf in ihrem Heimatland vertreten und noch bekannter machen möchten, wendet sich bitte an Itta Olaj: international@100Meilen.de

 

Mauro Firmani (Italien)

Nicht viele sind mit dem Mauerweglauf so verbunden wie der vierfache Finisher Mauro Firmani. Weil er selbst 15 bis 20 Marathons und Ultras im Jahr läuft, kennt er viele Veranstaltungen, aber auch viele Läuferinnen und Läufer in ganz Europa. 2015 konnte er sich unter anderem in die Finisherlisten des berühmten Ultramarathons „Nove Colli“ eintragen, eines sehr anspruchsvollen Laufs über 202 Kilometer mit mehr als 3.200 Höhenmetern.

Mauro ist auch Gründer einer Gruppe von Pacemakern: Die „Marathontruppen“ bieten ihren Service bei acht bis neun Läufen im Jahr an.

Doch unser Italien-Botschafter ist nicht nur als Läufer aktiv: Jeden Dezember organisiert er einen eigenen Wohltätigkeits-Marathon, die „Maratombola“. Als Preise für die Finisher gibt es Startplätze für verschiedene Marathons, und für wohltätige Zwecke kamen in den letzten drei Jahren mehr als 6000 Euro zusammen.

 

Kim Budzik (USA)

Kim Berlin AwardsDie Texanerin Kim Budzik war 2013 erstmals beim Mauerweglauf am Start und sofort schwer beeindruckt von der Stimmung entlang der Strecke. Die sommerlichen Temperaturen in Berlin kommen ihr dabei sehr entgegen, denn sie ist eine ausgesprochene „Hitzeläuferin“. Der beste Beweis: Die ehrgeizige Kim konnte bislang bereits sechs Mal den legendären Badwater-Ultramarathon im Death Valley erfolgreich beenden. Und das bei über 50 Grad im Schatten, den es aber kaum gibt.

Kim Budzik ist per Mail erreichbar unter usa@100Meilen.de

 

 

Jürgen Englerth (USA)

Jürgen Englerth war 2015 erstmals beim Mauerweglauf dabei. Der IT-Manager pendelt oft zwischen den USA und Deutschland, ist aber vor allen Dingen in der US-Laufszene sehr aktiv. Unter anderem ist er im Pace-Team des New York City Marathon und veranstaltet eigene Ultraläufe an der Ostküste. Er ist regelmäßiger Finisher von „The Great New York 100 Mile Running Exposition“. Von seinen bisher absolvierten 40 Ultras und 110 Marathons zählt der Mauerweglauf weltweit zu seinen absoluten Favoriten. „Die perfekte Organisation ist für ein 100 Meilenrennen einzigartig. Ich kann diesen Lauf jedem Neuling und alten Hasen nur empfehlen!“

 

Berit Jessen (Dänemark)

Berit Jessen aus Dänemark, die erst vor wenigen Jahren mit dem Ultralaufen anfing, ist ein grundsätzlich positiv denkender Mensch – eigentlich immer ist sie mit einem Lachen oder zumindest einem Lächeln anzutreffen – das äußere Merkmal ihrer Lebenseinstellung.

IMG_0862Ihre Spezialität sind eigentlich Stundenläufe, aber mit dem Mauerweglauf 2014 nahm sie auch erstmals einen offiziellen 100-Meilen-Lauf in Angriff. Dass sie diese Distanz schon vorher drauf hatte, bewies Berit mehrfach bei 24-Stunden-Läufen. Bei einer Wohltätigkeitsveranstaltung ist sie beispielsweise 170 Kilometer quer durch Dänemark gelaufen.

Über das extralange Laufen sagt Berit Jessen: „Ultralauf ist für mich eine mentale Herausforderung, ebenso eine physische Leistung. Dabei bedeuten schnelle Zeiten und lange Distanzen nicht ganz so viel, wie die Lauferlebnisse und alle die lieben Läufer, die ich mit dem Ultralaufen getroffen habe.“ Und noch ein Kompliment hat die 100Meilen-Botschafterin parat: „Mir gefällt es auch besonders gut in Deutschland zu laufen, weil alle Laufveranstaltungen sehr gut organisiert und die Läufer und Zuschauer immer so begeistert sind. Dazu kommt, dass ich viele deutsche Lauffreunde kennen gelernt habe!“

Berit Jessen ist per Mail erreichbar unter dankmark@100Meilen.de

 

Tomoyuki Maruyama (Japan)

tomoyuki-maruyamaIm Jahr 2015 war Tomoyuki Maruyama erstmals beim Mauerweglauf am Start. Er konnte sowohl bei seiner Premiere als auch im Folgejahr finishen und sich so die begehrte Back-to-Back-Medaille holen.

Tomoyuki hat bisher etwa 100 Marathons absolviert, und dazu 15 Ultraläufe von 100 Kilometern aufwärts, vorwiegend in Japan.

Tomoyuki Maruyamas Webseite (auf Japanisch):
marathon-world.blogspot.jp

 

 

Olivier Varnewyck (Frankreich)

olivierBotschafter für Frankreich ist Olivier Varnewyck. Olivier ist als französischer Soldat in Deutschland stationiert und hat 2013 am Mauerweglauf erstmals teilgenommen. Zwar reichte es nicht ganz für die kompletten 160,9 Kilometer, aber das Scheitern weckte um so mehr seinen Ehrgeiz.

2014 klappte es schließlich mit dem ersten „Finish“ und einer Zeit von knapp über 24 Stunden. Und so liegt das nächste Ziel des französischen 100Meilen-Botschafters auf der Hand: Mal unter 24 Stunden bleiben und sich den „Buckle“ erlaufen!

 

 

Garfield Jones (Wales)

Sportlich war der1956 in Wales geborene Garfield db-078_3schon immer. Er war Rugbyspieler und -Schiedsrichter, Kampfsportler, Volleyballer, und seit er 11 Jahre alt war, auch bereits Läufer. Zunächst nur für die Fitness, später aus reiner Freude. Mit Halbmarathons hat er vor 15 Jahren begonnen,, mit Marathons vor 10 Jahren. Aber schon als Teenager hatte er von 24-Stunden-Märschen gehört, und das wollte er immer einmal ausprobieren. Und so kam es. Mittlerweile hat Garfield den Mauerweglauf 2014 und 2015 erfolgreich beendet und die 100-Meilen-Marke insgesamt bereits 11mal überschritten (seine Bestleistung über 24 Stunden: 171 Kilometer.) 

Wenn er nicht selbst läuft, ist er gerne Helfer, Besenläufer, Toilettenputzer, Koch, Fahrer oder einfach Crew-Mitglied. Er liebt es, Läufer zu sein, und er liebt die Gesellschaft anderer Läufer.

Garfield Jones ist per eMail erreichbar unter cymru@100Meilen.de

 

Jin Cao (China und Norwegen)

9709283016_1731582f12_zBesonders freuen wir uns über das Engagement von Jin Cao im Kreise der 100Meilen-Botschafter. Jin ist gebürtiger Chinese, lebt aber seit einiger Zeit in Oslo. Zuvor verbrachte er auch einige Jahre in Deutschland. Und diese Zeit scheint ihn geprägt zu haben, denn ein nicht ganz ernst zu nehmender Online-Test mit der Fragestellung, wie „deutsch“ er sei, ergab einen Wert von immerhin 72 Prozent! Das dürfte vielleicht mit ein Grund sein, weshalb er häufig bei Ultraläufen hierzulande auftaucht, wie 2013 beim Mauerweglauf. Aber auch so gewaltige Herausforderungen wie das „Spine-Race“ (über 400 Kilometer) konnte der stets gut aufgelegte Jin bereits meistern. Über die 100MeilenBerlin schreibt Jin: „I wish every visitor to Berlin could spend some time along the wall, or even join our Berlin 100 Meilen run. Feel free to take a break at each monument or tombstone, remembering those people who once struggled and perished along the long way to freedom.“

Jin Cao ist per eMail erreichbar unter norge@100Meilen.de und zhongguo@100Meilen.de

 

Ariel Rozenfeld (Israel)

Der Vater dreier Kinder geht neben Beruf und Familie seiner Leidenschaft für den Laufsport nach. Zum einen als Coach für die Langstrecke und für gesundheitsbewusste Ernährung zum anderen als aktiver Sportler.

Ariel kann eine Marathonbestzeit von 2:41 Stunden vorweisen und ist einer der Top-Ultraläufer in seiner Heimat Israel. Bekannt wurde er durch seine Siege beim Sovev-Emek Ultramarathon zwischen 2011 und 2014 (61 bis 100 km). Mit seinem Finish beim Spartathlon 2015 gelang ihm die schnellste Zeit, die je ein Israeli auf der 246 Kilometer langen Strecke zwischen Athen und Sparta erzielt hat. Im August 2016 gewann Ariel den Mauerweglauf, im Dezember 2016 wurde er dessen Botschafter.

Ariels Profil bei Great Vegan Athletes

 

Traviss Willcox (Großbritannien)

IMG_0872Mit Großbritannien haben die 100MeilenBerlin ganz besondere Berührungspunkte: Einer der ersten Partnerläufe war der Thames Path 100, ein anspruchsvoller 100-Meilen-Lauf von London nach Oxford. Somit war es nur eine Frage der Zeit, wann  auch ein Läufer aus England Botschafter für den Berliner Mauerweglauf werden würde. Mit Traviss Willcox ist dies nun im wahrsten Sinne des Wortes ein „Laufverrückter“ geworden, der allerdings erst 2009 und mit damals 42 Jahren seine Lauf-Karriere begann. Aber schon 2011 stellte er mit 114 in einem Jahr gelaufenen Marathons einen Guinness-Rekord auf. Ein Jahr später waren es zwar „nur“ 77 Marathonläufe, aber dafür kamen gleich vier „100-Meiler“ dazu…Typisch Traviss!

Die Webseite von Traviss Willcox: traviss.co.uk

 

Patrik Gullerstöm (Schweden)

Patrik, stolzer Vater dreier Töchter, lebt im schwedischen Sollentuna. Er kann zum Ultralauf, als er und seine Frau Eltern wurden und gleichzeitig ihr Haus bauten. Da blieb einfach keine Zeit für andere Sportarten, er konnte nur spätabends noch eine Runde laufen.

„Als ich den Mauerweglauf das erste Mal gelaufen war, war ich fasziniert von diesem Rennen. Auf wenn ich so viele Fehler gemacht hatte. Dies bestätigte mich nur in meiner Überzeugung, dass sich beim Ultralauf alles darum dreht, Fehler zu minimieren. Für mich sind die 100MeilenBerlin der perfekte Lauf. Ich mag den flachen Kurs, den Belag, die vielen Verpflegungspunkte und die exzellente Organisation. Außerdem hat der Lauf ein sehr wichtiges Ziel. An eine, wie ich hoffe, nur kurze Episode in der Geschichte zu erinnern, als die Menschen nicht frei waren. Wir sollten immer daran denken, dass wir Grenzen nicht schließen, sondern öffnen. Ganz besonders in der heutigen Zeit, in der die Welt den entgegengesetzten Weg zu beschreiten scheint.“

Patrik Gullerström ist per Mail erreichbar unter sverige@100Meilen.de

 

Hervé Laville (Schweiz)

Unser jüngster Botschafter, Jahrgang 1996 (!), lebt in der Nähe von Bern und ist gelernter Koch. Zum Ultralauf kam er ungewöhnlich früh. Nämlich schon im Alter von 16 Jahren im Zuge seiner Schulabschlussarbeit, bei der sich auf den Schweizer Klassiker, den 100-Kilometer-Lauf in Biel vorbereitete. Weiter als 10 Meilen war er davor allerdings nie gelaufen….

Hervé gibt auf kürzeren Distanzen auch gerne mal richtig Gas und zeigt sein großes Lauftalent. Seine Marathonbestzeit liegt bei 2:58 Stunden, 10 Kilometer ist er auch schon unter 34 Minuten gelaufen. Bei den Ultras jedoch hat er nur ein Ziel – zu finishen. Da spielt die Zeit für ihn gar keine Rolle. Den Mauerweglauf – bei dem er 2017 seinen bereits 10. Ultramarathon lief – schätzt er wegen der guten Organisation und weil es ein Rundkurs ist, bei dem nur eine einzige große Runde gelaufen wird.